31. März 2026
Unser neues, internes Austauschformat: NewWork@Accso
New Work ist für viele längst „New Normal“. Für uns bei Accso heißt das vor allem: kontinuierlich an einem produktiven Miteinander zu arbeiten – im Team, standortübergreifend und mit Blick auf die Lebensrealitäten, die wir alle mitbringen. Egal, ob im Büro, beim Kunden oder im Homeoffice. Genau dafür haben wir ein neues internes Austauschformat gestartet: NewWork@Accso.
Diesmal zum Thema „Work-Life-Balance und Mental Load“. Dabei ist uns aber ganz wichtig, dass es kein einmaliges Event bleibt, sondern der Start einer neuen Eventreihe: offen für weitere Themen, offen für neue Perspektiven – und vor allem offen für Impulse, die uns helfen, den (manchmal ziemlich stressigen) Arbeitsalltag ein Stück besser zu gestalten.
Ein Auftakt, der vielen aus der Seele gesprochen hat
Für den perfekten Einstieg in die anschließende Diskussion an allen Standorten hat eine Kollegin mit einem sehr persönlichen und ehrlichen Vortrag zum Thema Mental Load den Rahmen gesetzt – und damit direkt einen Nerv getroffen. Denn Mental Load ist oft nicht laut. Er steht selten als eigener Punkt im Kalender. Und trotzdem ist er da: die unsichtbare Planungs-, Organisations- und Verantwortungslast, die neben Arbeit, Familie, Pflege, Haushalt oder anderen Verpflichtungen läuft.
Ein zentraler Gedanke aus dem Vortrag: Man ist damit nicht allein. Und man darf Aufgaben abgeben. Das auszusprechen – und im Raum zu spüren, dass viele nicken – kann entlasten und bestärken. Gleichzeitig wurde deutlich: Wenn Mental Load dauerhaft hoch bleibt, kann das in echter Erschöpfung enden und sich im schlimmsten Fall in Richtung Burnout vertiefen. Umso wichtiger ist es, das Thema nicht runterzuspielen („selbst schuld, schlecht organisiert“), sondern gemeinsam darüber zu sprechen: Was hilft wirklich – persönlich, im Team und als Unternehmen?
Fishbowls an allen Standorten: Verschiedene Perspektiven und konkrete Strategien
In den anschließenden Fishbowls, die offline in unseren Niederlassungen stattfanden, wurden weitere persönliche Geschichten und auch Erfahrungen geteilt, was den Kolleg:innen im Alltag wirklich hilft. Schnell wurde klar: Es gab nicht „die eine“ Lösung – sondern viele kleine, alltagstaugliche Ansätze, die zusammen einen Unterschied machen können.
Ein paar Impulse aus der Diskussion:
- Ausgleich ist wichtig – und braucht manchmal Disziplin: Ein Beispiel, wie man sich auch im Arbeitsalltag Abwechslung schaffen kann: bewusst einen Spaziergang während eines Meetings einbauen (wo es passt). Kleine Routinen können helfen, Stress zu reduzieren und den Kopf freier zu bekommen.
- Sichtbarkeit schaffen und Aufgaben aufschreiben, priorisieren, zeitlich einordnen: Gerade bei großen Projekten im Privaten (z. B. Beim Hausbau) wird noch greifbarer klar, wie viele Dinge eigentlich parallel laufen. Das Aufschreiben, Clustern und Priorisieren entlastet – nicht, weil die Aufgaben weniger werden, sondern weil sie greifbarer sind und nicht immer mitgedacht werden müssen.
- Geteilte Systeme statt „alles im Kopf“: Egal ob digitale Notizen oder simple Listen: hilfreich sind Ansätze wie shared notes, um Aufgaben transparent zu machen – mit dem Partner, der Familie oder im Team. Nicht als Kontrollinstrument, sondern als gemeinsame Grundlage: Was steht an? Wer übernimmt was? Was ist dringend?
- Homeoffice vs. Büro – unterschiedliche Wahrnehmung, unterschiedliche Anforderungen: Ein weiterer Aspekt der die Arbeitslast beeinflussen kann betrifft den Ort, an dem man arbeitet. Je nach Arbeitsort wird Belastung anders sichtbar – oder unsichtbar. Was im Büro „normal“ wirkt, kann zu Hause parallel zu Care-Aufgaben eine ganz andere Wirkung haben (und umgekehrt).
- Vereinbarkeit braucht Verständnis und einen ehrlichen Blick auf Rahmenbedingungen: Es ist Grundvoraussetzung, dass Arbeitgeberseite und Mitarbeitende das Thema ernst nehmen – sodass man ehrlich über die eigene Alltagssituation sprechen kann. Vereinbarkeit ist kein Sonderwunsch, sondern Teil einer nachhaltigen Arbeitskultur. Umso schöner, dass in der Fishbowl genau das betont wurde und wir erleben konnten, dass wir diesem Anspruch bei Accso gerecht werden.
- Neue Modelle ausprobieren: Eine persönliche geteilte Herausforderung im Bereich Vereinbarkeit betrifft auch die Familienkonstellation, wenn Angehörige im Ausland leben. Unsere Workation-Möglichkeiten helfen einigen Kolleg:innen dabei, ihre Familien für längere Zeit zu besuchen und trotzdem den Arbeitsanforderungen gerecht zu werden. Nicht als Standard für alle, aber als Möglichkeit, um Privates und Beruf nicht gegeneinander abwägen zu müssen. Wir alle können uns also fragen: Welche Flexibilität ist möglich – und wie kann man sie fair gestalten?
Genau der richtige Start für ein wichtiges Format
Der Austausch war nicht nur inhaltlich stark, sondern auch menschlich: In Darmstadt war die Runde nahezu 50/50 männlich/weiblich besetzt – ein schönes Zeichen dafür, dass das Thema breit getragen wird und „Vereinbarkeit“ nicht an Geschlechterrollen hängen bleibt. Ein großes Dankeschön auch an unsere Moderator:innen: An manchen Standorten war die Diskussion so lebendig, dass sie ohne große Pause bis zum Mittag im Gespräch geblieben sind.
NewWork@Accso soll genau das sein: ein Format, das Impulse setzt, Erfahrungen sichtbar macht und uns dabei hilft, im Alltag kleine Verbesserungen zu finden – für uns selbst, für die Zusammenarbeit im Team, für unsere Kultur.
Der Auftakt hat gezeigt: Wenn wir über Carearbeit, Mental Load und Vereinbarkeit sprechen, sprechen wir nicht über „Privates“ am Rand – sondern über etwas, das unsere Arbeitsrealität maßgeblich mitprägt. Und über etwas, das uns alle treffen kann, weil Lebenssituationen sich verändern.
Wir freuen uns auf die nächsten Termine der Eventreihe – und auf weitere Themen, Perspektiven und Impulse!