27. Feb. 2026

UI-Tests als zentraler Bestandteil der Qualitätssicherung

Das Herz unserer Test-Community schlägt für Tests aller Art. Besonders wichtig ist ihnen dabei, dass Tests nachhaltig durchgeführt werden. In dieser Serie geben sie euch ihre Best-Practices aus langjähriger Projekterfahrung weiter. Heute mit Hongmei Piao.
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Autor:in

Hongmei Piao

202509 Nachhaltiges Testen

UI-Tests sind ein zentraler Bestandteil der Qualitätssicherung. Doch nicht jede Anwendung lässt sich mit demselben Ansatz effizient testen. Ob es sich um eine klassische Webanwendung, eine komplexe Single-Page-App oder eine mobile Anwendung handelt, beeinflusst maßgeblich, welche Testarchitektur langfristig wartbar und verständlich bleibt. Deshalb lohnt es sich, bewusst zwischen unterschiedlichen Test-Patterns zu wählen, statt sich starr auf ein einziges Vorgehen festzulegen.

Ein Zitat von Hongmei Piao auf einem dunkelgrünen Hintergrund mit dem Logo von Accso oben rechts. Der Text lautet: "Bei der Umsetzung von UI-Tests ist es wichtig, den Anwendungstyp zu berücksichtigen und flexibel zwischen verschiedenen Patterns wie dem Screenplay Pattern und dem klassischen Page Object Pattern zu wählen." Der Name Hongmei Piao ist unten links in hellgrüner Schrift geschrieben.

Das Page Object Pattern ist seit vielen Jahren ein bewährter Standard. Es strukturiert Tests rund um Seiten oder Komponenten einer Anwendung und kapselt technische Details wie Selektoren oder Interaktionen. Dadurch werden Tests übersichtlicher und Änderungen an der Oberfläche lassen sich zentral anpassen. Für viele Anwendungen ist dieser Ansatz nach wie vor solide, verständlich und gut wartbar.

Das Screenplay Pattern geht noch einen Schritt weiter und stellt nicht die Seiten, sondern die Handlungen der Nutzenden in den Mittelpunkt. Tests werden aus der Perspektive von „Akteuren“ formuliert, die bestimmte Aufgaben ausführen. Das sorgt für eine stärkere fachliche Lesbarkeit und eine flexible Wiederverwendbarkeit von Interaktionen – besonders in komplexen Anwendungen mit vielen unterschiedlichen Abläufen.

Die Kunst liegt also nicht darin, das „beste“ Pattern zu finden, sondern das passende für den jeweiligen Kontext auszuwählen. Wer Anwendungstyp, Teamstruktur und Testumfang berücksichtigt und bei Bedarf auch kombiniert, schafft eine UI-Testbasis, die nicht nur funktioniert, sondern langfristig verständlich und erweiterbar bleibt.