Nicole Heinze

26. Juni 2019 / von Alexander Weisel

What are

we?

Developers!

Accsonauten auf der WeAreDevelopers-Konferenz in Berlin

Was haben Garry Kasparov, John Romero und Rasmus Lerdorf* mit sieben Accsonauten gemeinsam? Sie und rund 10.000 andere Menschen trafen sich in Berlin zum „WeAreDevelopers World Congress 2019“, der am 6. und 7. Juni stattfand.

Die Talks

Nach der Eröffnung ging es sofort mit einem Talk von Garry Kasparov los, der den Titel „Where Machine Intelligence Ends and Human Creativity Begins“ trug und sich mit der (hochaktuellen) Frage beschäftigte, ob Maschinen irgendwann die Menschen beherrschen werden oder eher nicht. Kasparov glaubt an zweiteres.

 

Die anschließenden Talks gliederten sich in die Tracks „Applying Disruption“, „Coding Society“, „Constructing Worlds“, „Constructing Worlds 2.0“, „Controlling Complexity“ und „Unchaining Engineering“. Die Konferenz war damit sehr breit aufgestellt, sodass sich jeder nach seinen Interessen am umfangreichen Angebot bedienen konnte. Von klassischen Themen wie „Wie viel testet man wie?“, über „Wie setzt man das Tool xy sinnvoll ein?“ bis hin zu „Wie entwickelt man ethische Software?“ war alles vertreten. Neben den neuesten Features in der kommenden Angular-Version 9 berichtete Fairphone, wie man ein nachhaltiges Betriebssystem für ein Smartphone entwickeln kann. Wir erfuhren, wie man mittels kompromittierter NPM-Pakete AWS-Tokens abgreift, wie Slack veröffentlichte Keys von Bots von Github holt und automatisch sperrt, wie John Romero Quake entwickelte und für welchen Einsatzzweck PHP ursprünglich gedacht war.

Die Main Stage der WeAreDevelopers.
Die Main Stage der WeAreDevelopers.
Nicole Heinze
Accsonauten mit John Romero
Claus Bergmann, Jens Lorek, John Romero und Nicole Heinze nach seinem Vortrag "The Quake Postmortem: The End of the Orginal Id", in dem er über den Auf- und Niedergang seiner Firma "id Software" sprach, die die oben genannten Spiele entwickelte.
Nicole Heinze
Accsonauten im Bällebad auf der Wearedevelopers
Entspannung im Bällebad: Alexander Weisel, Simon Holthausen, Jens Lorek (h.), Claus Bergmann, Alexander Eiermann, Nicole Heinze (v.l.n.r.)
Alexander Eiermann

Das Drumherum

In den Pausen hatten wir in der Exhibtion Hall die Möglichkeit, andere Firmen kennenzulernen und uns über Vergangenes, Aktuelles und Zukünftiges auszutauschen. Hunger, Durst und ein natürliches Spaßbedürfnis wurden im „Fun & Food Court“ gestillt, ersteres an Food Trucks, letzteres am Surf-Simulator, aufblasbaren Einhörnern im Pool oder im Bällebad.

Die Konferenz hat uns sehr gut gefallen, das Programm war gut zusammengestellt. Die gewählten Gebäude der Berliner Messe haben teilweise sehr lange Wege zwischen den Talks erforderlich gemacht, sodass man nicht immer pünktlich war. Da die Tracks je nach Vorträgen überlastet waren, musste man sich stehend oder mit einem Platz auf dem Boden begnügen. Immerhin: Auf der Main Stage war immer etwas frei. Ähnlich schwierig war es bei der Versorgung mit Essen und Getränken. Am ersten Tag standen für alle Teilnehmenden fünf Food Trucks bereit, angesichts der Besucherzahl deutlich zu wenig. Weiterhin gab es kein kostenloses Wasser, was sehr viel Unmut bei den Gästen angesichts der Temperaturen von rund 30° C auslöste. Allerdings besserte der Veranstalter hier nach, sodass am zweiten Tag sowohl Wasser als auch mehr Food Trucks zur Verfügung standen. Gelebte Agilität eben.

 

* Wer die drei Herren aus dem ersten Absatz nicht kennt: Garry Kasparov war der erste Schachweltmeister, der einem Schachprogramm unter Turnierbedingungen unterlag. John Romero gilt als geistiger Vater des Ego-Shooter-Genres und war maßgeblich an der Entwicklung von Wolfenstein 3D, Doom und Quake beteiligt. Rasmus Lerdorf ist der Erfinder der Skriptsprache PHP.

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