20. Januar 2023 / von Marcus Franz

Weihnachtsspende Frankfurt

Immer mehr Menschen fallen in Deutschland unter die Armutsgrenze und sind auf zusätzliche Unterstützung durch den Staat und gemeinnützige Organisationen angewiesen. Die Gründe, um in solch eine Situation zu gelangen können vielfältig sein und jeden von uns, oft sogar ohne Vorwarnung, treffen. Beispielsweise durch eine schwere Erkrankung, den Verlust des Arbeitsplatzes oder andere Schicksalsschläge. Selbst der Eintritt in die Rente kann dazu führen, wenig finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben.  

Haustiere sind für viele Menschen ein wichtiger psychischer Halt und werden oft sogar als Familienmitglieder betrachtet. Daher spielen sie für ihre Besitzer, gerade in schwierigen Lebenslagen eine wichtige Rolle. Doch auch Haustiere brauchen etwas zu Essen, einen Schlafplatz und tierärztliche Versorgung. Der Sozialstaat sieht hierfür aber keine Hilfen vor. Diese Lücke in unserem Sozialsystem versuchen Vereine wie die Frankfurter TierTafel so gut wie möglich zu schließen.

 

Bei der 2007 gegründeten Frankfurter TierTafel erhalten rund 300 Bedürftige für rund 600 Haustiere jeden 3. Samstag im Monat Futter. Bei der Futterauswahl achtet das Team auf eine artgerechte Ernährung und Versorgung der Tiere. So wird möglichst nur Futter mit Monoproteinen ausgegeben, um Unverträglichkeiten zu vermeiden. Ältere Tiere bekommen Seniorenfutter und kranke Tiere erhalten das vom Tierarzt verordnete Spezialfutter.

Ist es den Bedürftigen nicht möglich die Ausgabe vor Ort zu besuchen, kommt das Team auch zu diesen nach Hause, so dass kein bereits aufgenommenes Tier hungern muss. Doch das ist noch nicht alles. Das Hilfsangebot der Frankfurter TierTafel endet nicht mit der reinen Futtergabe, sondern der Verein übernimmt nach Absprache, bei wichtigen tierärztlichen Behandlungen einschließlich Operationen die Kosten, unterstützt bei notwendiger Weitervermittlung von Haustieren und steht den bedürftigen Tierbesitzern auch sonst zur Seite.

 

Mit dem Aufkommen des Ukrainekriegs hat sich der Umfang der Bedürftigen nochmals vergrößert. Viele, die vor dem Krieg geflüchtet sind, konnten ihr vierbeiniges Familienmitglied nicht einfach seinem Schicksal in der alten Heimat überlassen und haben es mit auf die Flucht genommen. Somit versorgt der Verein nun zusätzlich noch ca. 150 ukrainische Bedürftige mit ihren rund 200 Haustieren.

Weitere Geflüchtete des Ukrainekrieges, die in Hotels untergebracht sind und nicht zur Ausgabe kommen können werden vom Team der TierTafel beliefert.

 

Bei unserem Besuch vor Ort durften wir erleben mit wieviel Herzblut die vielen Ehrenamtlichen sich für das Tierwohl und den Tierschutz engagieren. Leider reicht dies allein nicht aus. Die Frankfurter TierTafel benötigt ca. 30.000€ jeden Monat um die Kosten für das Futter, Tierarztbesuche usw. zu decken und ist damit auf Spenden angewiesen.

 

Da es auch bei uns, in der Accso, viele Mitarbeiter mit einer besonderen Beziehung zu Tieren und dem Tierschutz gibt, haben wir uns entschieden die Frankfurter TierTafel mit einem Teil unserer Weihnachspende 2022 zu unterstützen.

Autor

Weitere Artikel

Das könnte Sie auch interessieren