05. Dezember 2019 / von Jan Baganz, Simon Köhler

DEVOXX

2019

Die Bequemste

Konferenz

Die bequemste Konferenz

Mittwoch, 13:00 Uhr – das Mittagessen im Magen und weich sitzend – halb schlummernd auf einem Kinosessel in Antwerpen… Das kann nur die Devoxx sein! Nein, die Konferenzbeiträge und Speaker waren nicht so langweilig, dass man fast eingeschlafen wäre, doch man konnte sich bei dem ganzen Komfort nicht dagegen wehren, immer weiter in die Sessel zu rutschen. Aber es gibt noch mehr von der diesjährigen Devoxx Belgium zu erzählen. Bei der Entwickler-Konferenz Anfang November drehte sich viel um Java-Technologien und das Java-Ökosystem, Cloud-Technologien, Machine Learning, Web sowie Dev, Sec und Ops.

Cody unterwegs in den Antwerpen
Vortrag auf der Devoxx

Deep Dives

Dieses Jahr waren die Deepdive-Tage zu Beginn der Konferenz mit Hands-on-Labs zu Docker, Rust, Quarkus, Spring, Kubernetes, GraphQL, Tensorflow.js und Deeplearning bestückt. Da war für jeden etwas dabei – alle die keinen Platz mehr bekommen hatten oder ihren Laptop zuhause vergessen hatten, konnten auf die Deep-Dives in den bequemen Kinostühlen ausweichen. Uns hat eine Auffrischung zu Clean Code von Victor Rentea ganz gut getan (https://www.youtube.com/watch?v=wY_CUkU1zfw). Der Überblick über Entwicklungen auf der Web-Plattform von Noël Macé war zumindest auch im zweiten Teil sehr interessant (https://www.youtube.com/watch?v=lfubOlz3JLI). Wir waren begeistert von den Möglichkeiten die sich mit Quarkus und der GraalVM ergeben.

Conference-Days

Nachdem die ersten beiden Tage doch sehr entspannt verlaufen waren und man keine Probleme hatte zwischen den Talks auch mal einen Kaffee zu bekommen, war mit dem Start der Hauptkonferenz der Andrang nun doch deutlich höher. Den Start legte Devoxx-Organisator Stephan Janssen mit ein paar Devoxx-Zahlen hin (217 Talks!) gefolgt von einem anregenden Vortrag über Diversität und einer überragendenden Keynote vom Devoxx-Urgestein Venkat Subramaniam.

Der weitere Verlauf der Tage gestaltete sich aus Auffrischtalks zu beispielsweise Architektur und Software-Techniken sowie sehr interessanten Experten-Talks. Besonders gefallen hat uns dabei “Kotlin under the Hood” indem durch Bytecode Untersuchungen die Performance von Kotlincode im Vergleich zu Java erläutert wurde.

Für jeden der nicht live dabei sein konnte: Sämtliche Talks werden sowohl live gestreamt, als auch meist schon am nächsten Tag auf YouTube veröffentlicht.

Workshop auf der Devoxx
Halle beim Besuch auf der Devoxx

Der Microservices-Trend reißt weiterhin nicht ab. Jedoch standen im Vergleich zu anderen Konferenzen im letzten Jahr nicht die Methodik selbst, sondern vielmehr unterstützende Tools im Vordergrund. Wer kleine Services bauen und skalieren will, der sollte ein Augenmerk auf die Startzeiten, Containergrößen und Speicherverbrauch legen und kommt somit nicht an DEM Thema der Konferenz vorbei : Die GraalVM von Oracle. Konzepte wie Ahead-of-Time-Compiling (AOT) sowie native binaries ermöglichen selbst für sonst eher schwergewichtige Java-Applikationen Startzeiten von unter 100ms. Ebenfalls sehr populär waren die Microservice-Frameworks “Quarkus” und “Micronaut” die sehr gut mit der GraalVM harmonieren und eine ernsthafte Konkurrenz für Spring im Microservice Bereich darstellen.

Venkat in the making

Neben dem Devoxx-Urgestein Venkat Subramaniam gab es einige Speaker, die die Bewertung “Venkat in the making” (https://twitter.com/Devoxx/status/1063367662980526080/photo/1) verdient gehabt hätten. Dazu zählen wir Victor RenteaGuy Royse oder Freakyclown. Die Bewertung “Venkat-in-the-making” haben wir in der Devoxx-App dabei nicht nur einmal abgegeben. See you next time!

Autoren

Weitere Artikel

Das könnte Sie auch interessieren