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23. January 2017 / von Stefan Jacobs

Schluss,

Aus,

BASTA!

Mit Microsoft auf der Überholspur

Der Accsonaut als solcher wählt sich seine Fortbildungen selbst. In diesem Fall waren es wir, drei Kollegen aus der firmeneigenen .NET-Community, die sich dafür aussprachen, die BASTA! besuchen zu wollen.

Gesagt, getan!                                                     

Die BASTA! (ehemals Basic-Tage) ist eine 5-tägige Konferenz, die das gesamte Microsoft-Umfeld abdeckt: C#, Javascript, Windows Phone, Office-Lösungen, HoloLens, XBox, VB.NET etc.
Dieses Jahr gab es, wie bisher auch, zwei Workshop-Tage (Montag und Freitag), sowie drei Konferenztage. Wir waren die ersten vier Tage vor Ort und geben ein Fazit.

Workshops

Wir trafen uns zu einer für Informatiker ungewöhnlich frühen Zeit Montagmorgens in der Rheingoldhalle in Mainz. Ein schöner Ort für eine Konferenz. Durch die großen Glasfronten konnten wir direkt auf das Rheinufer blicken. Ich freute mich bereits darauf, einige meiner Kollegen wieder zu sehen und für ein paar Tage abseits der Projektarbeit sein zu können. Ich war bereits letztes Jahr dort und beschließe hiermit mein zweites Jahr in Folge auf der BASTA!.

Im vorherigen Jahr gab es allerlei Ankündigungen zu dem neuen .NET Core 1.0 (einer Rundum-Erneuerung des .NET-Frameworks und der Distributionspolitik von Microsoft) und ich war gespannt, was es in diesem Jahr neues dazu geben würde.

Der Workshop-Tag sollte dazu als Rundumblick über die gesamte Microsoft-Welt dienen. Der Sprecher hatte es sich vorgenommen im Dialog mit den Konferenzbesuchern alle aktuellen Themen anzureißen und zu zeigen, was der State-of-the-Art ist und wo es hingehen kann. Dies war alles in allem recht ambitioniert, zumal das Publikum eher schläfrig wirkte und den Frontalvortrag erwartete.

Zwischen all den gehypten Buzzwords wie Typescript, Akka, Docker, Microservices und Reactive Programming, war es schwer, irgendwo einen roten Faden zu finden und die Diskussion verlief aufgrund der wechselnden Themen eher schleppend. Einige Konversationen starteten dann doch trotz einiger anfänglicher Schwierigkeiten. Aufgrund des engen Zeitplans, verliefen sie sich jedoch wieder im Boden – gerade, als es interessant wurde. Eigentlich schade. Das hätte besser laufen können.

Vorträge

Die drei darauffolgenden Tage wurden deutlich spannender. Die BASTA! bietet seit jeher eine große Vielfalt an Vorträgen an. Die Vorträge gehen jeweils 90 Minuten, wobei einige Redner auch bekannt dafür sind, die Dauer zu verkürzen oder mit Fragerunden in die Pause hinein zu verweilen. Meistens sind die Sprecher Kollegen aus der Praxis, die mit den vorgestellten Technologien, Sprachen oder Methoden selbst bereits viele Erfahrungen gemacht haben.

Wenn etwas 42 ist, kann es ja gar nicht falsch sein.

Gestartet wird jeder Tag mit einer Keynote: einer Diskussion oder einem Vortrag mehrerer Experten zu einem gegebenen Thema. Hier geht es um die Zukunft von Technologien, die Ethik dahinter und was uns alles erwarten wird. Quasi ein guter Rundumblick, der uns sensibilisieren soll, der uns den Blick für das Ganze gibt und unsere tägliche Arbeit kritisch hinterfragt. Hier werden wir auf die kommenden Tage vorbereitet. Alles in allem lieferte die Keynote in ihrer kurzen Zeit am frühen Morgen das, was der Workshop am vorherigen Tag hätte schaffen sollen… wir waren zwar noch etwas müde, aber ein paar Kaffee haben dabei geholfen, auch hier schnell Anschluss zu finden.

Nach der Keynote, die auf der Programmtafel ohne Alternativen aufgelistet wurde, gab es dann die gewohnte Auswahl an Vorträgen.

Dieses Mal war das Angebot besonders vielfältig: Neben dem neuen .NET Core und der damit verbundenen neuen OpenSource-Philosophie von Microsoft gab es Vorträge zu Javascript und Typescript, Microsoft Universal Apps, dem Microsoft Bot-Framework, der Integration von .NET-Anwendungen in Office-Lösungen über eine neue Zugriffs-API, Live-Demos mit der HoloLens, Vorträgen und Diskussionen zum Thema Teambuilding, Teammotivation und Scrum, zur Architekturbewertung mit Domain Driven Design (kurz DDD), zur App-Entwicklung auf dem Smartphone, und zu vielem mehr. Mittels der hauseigenen BASTA!-App konnten wir das Programm trotz der großen Vielfalt sehr gut überblicken.

Meistens teilten wir uns auf, um möglichst viele verschiedene Themen hören zu können. Außerdem hat man ja auch nicht immer dieselben Interessen. Doch bei den Kernthemen der Konferenz, insbesondere den Sprachfeatures und der Vorstellung von .NET-Core waren wir dann gemeinsam unterwegs.

Basta
Frühstück oder Kaffeepause? Wir wissen es nicht mehr genau… auf jeden Fall war es lecker.

Während der ganzen Konferenz wurden wir dauerhaft mit Essen und Trinken versorgt. Zu jeder Zeit gab es Kaffee, Tee, Wasser und Softdrinks und alle paar Stunden wurde groß aufgetischt. Früh morgens gab es bereits Stückchen und Brötchen, mittags ein riesiges Buffet mit diversen Speisen, wobei viele dieser Speisen auf die Junk-Food-Ideologie vieler Besucher ausgelegt schienen. So gab es Burger, Lasagne, Frühlingsrollen, Pizzastückchen, etc. Wer gesünder leben wollte, konnte aber auch auf die Salatbar und die kalten Häppchen zurückgreifen. Nachmittags gab es dann wieder Kuchen und Stückchen, die an das Frühstück des jeweiligen Tages erinnerten und abends wurde erneut groß aufgetischt.

Nebenbei waren in einem Seitengang die Aussteller zu Gange. Diverse IT-Firmen hatten dort ihre Stände aufgebaut, um zu werben, zu begeistern oder ihre Produkte bekannt zu machen.

Nahezu jeder Stand bot in irgendeiner Form ein Gewinnspiel an. Leider gewannen wir weder die Playstation noch die XBox. Im letzten Jahr gewannen wir immerhin eine Karte für die diesjährige BASTA!.

Jeden Abend gab es außerdem ein Themenprogramm. Wir waren besonders von der Kasino-Nacht begeistert, bei der wir mit geliehenen Chips (wir haben dort nicht unser Monatsgehalt verwettet) wahlweise Roulette, Black Jack oder Poker spielen konnten.

Nebenbei gab es Themen-Tische, genauer gesagt Tische, die mit Schildern versehen wurden und zum Diskutieren anregen sollten (beispielsweise der DevOps-Tisch oder der .NET-Tisch). Hier konnte sich zusammenfinden, wer sich über ein Thema unterhalten wollte und dort einen regen Austausch genießen.

Basta Poker
Am Pokertisch gewann ich (blaues T-Shirt, Mitte) nicht nur viele Chips, sondern auch neue Bekannte und tauschte mich mit anderen Konferenzbesuchern in gelassener Stimmung aus.

Fazit

Die BASTA! war für uns den Besuch, wie in den letzten Jahren auch, definitiv wert. Das lag zum einen an der Qualität und Quantität der Vorträge. Die Auswahl war so groß, dass wir immer einen Vortrag fanden, der uns interessierte. Hin und wieder gab es auch die Enttäuschung, dass man sich mehr erwartet hätte, aber das ist in der Summe der besuchten Vorträge leicht verschmerzbar.

Zum anderen lag es aber auch an der gebotenen Struktur der Konferenz, denn wir hatten viel Zeit, uns zu unterhalten und neue Bekanntschaften zu machen. Wir trafen viele Kollegen aus der Praxis, teilweise auch aus Österreich und der Schweiz, mit denen wir uns bei den zahlreichen Essgelegenheiten sehr gut austauschen konnten. Und letztendlich war es dann auch das, was für mich dann das Gesamtpaket der BASTA! so attraktiv machte.

Wir sehen uns dort im September 2017.

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